Nachbericht zur 15. Osnabrücker Sozialkonferenz

Redaktion am 30. November 2009 - 3 Kommentare

Samstag fand zum 15. Mal die Osnabrücker Sozialkonferenz statt. Diesmal stand die Armut trotz Arbeit auf der Tagesordnung. Silvia Buttler war für osradio dabei…

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Unter dem Motto „Armut für alle?“ diskutierten die Teilnehmer der Osnabrücker Sozialkonferenz über Armut und Niedriglöhne. Niedriglohn bedeutet, dass Arbeitnehmer weniger als neun Euro pro Stunde verdienen. Der durchschnittliche Lohn in Niedersachsen liegt bei etwa 15 Euro pro Stunde. Zur Entwicklung des Niedriglohnbereichs äußert sich Markus Krüsemann vom Institut für Regionalforschung Universität Göttingen…

O-Ton I (Krüsemann)

In Osnabrück arbeiten mehr als zwanzig Prozent der Beschäftigten in Niedriglohnjobs. Branchen in denen häufig niedrige Löhne gezahlt werden: der Dienstleistungssektor, das Gaststättengewerbe, der Einzelhandel und bei Sicherheitsdiensten.

In diesen Branchen finden sich oft Leiharbeiter; Minijobber und Teilzeitbeschäftigte. Es gibt kaum Betriebsräte und viele Arbeitnehmer sind nicht gewerkschaftlich organisiert. Arbeitgeber handeln die Löhne direkt mit den Arbeitnehmern aus. Das alles senkt das Lohnniveau. Was es bedeutet, einen Niedriglohn zu beziehen, schildert der Leiharbeiter Vito Conversano aus Osnabrück…

O-Ton II (Conversano)

Für den Lebensunterhalt reicht der Lohn oft nicht aus. Die Armutsquote liegt in Osnabrück bei fast einem Fünftel der Bevölkerung. In der Region Osnabrück beziehen über 7400 Menschen zusätzlich zu ihrem Lohn Hartz IV. Die Folgen für die Allgemeinheit zeigen sich in einer gestiegenen Belastung des Staatshaushaltes und Mindereinnahmen in den Sozialkassen. Allein für Niedersachsen fallen Mehrkosten von 35 Millionen Euro an. Was gegen eine weitere Ausweitung des Niedriglohnsektors helfen könnte, erläutert Krüsemann…

O-Ton II (Krüsemann)

Die Gewerkschaften, aber auch Markus Krüsemann fordern als wichtigste Gegenmaßnahme gegen das weitere Sinken der Löhne einen gesetzlichen Mindestlohn…

Ob dem weiteren Anstieg von Niedriglöhnen gestoppt werden kann  hängt vor allem von der Politik der Bundesregierung ab. Es berichtete Silvia Buttler…

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3 Kommentare »

  • Henning Kluge sagt:

    Welcher Schlunz hat hier den falschen Audiobeitrag eingestellt? Da ist gar nicht Silvia zu hören!

    MfG
    Henning

  • Redaktion (Redakteur) sagt:

    Sorry, leider war der falsche Beitrag im Redaktionssystem gespeichert. Kann den richtigen nicht mehr finden. Da muss ich nochmal Silvia fragen. MFG Thorsten

  • Redaktion (Redakteur) sagt:

    So jetzt ist es der richtige Beitrag !

    MFG
    Thorsten

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