Erreichbarkeit der Osnabrücker Innenstadt

Das Jahr neigt sich in schnellen Schritten dem Ende zu. Viele Leute haben zwischen den Jahren frei und nutzen die Gelegenheit, in Ruhe und nach Herzenslust einen Einkaufsbummel in der Osnabrücker Innenstadt zu machen. Im Januar gibt es gleich drei Veränderungen auf einmal für Verkehrsteilnehmer: Die Umweltzone kommt, in einigen Parkhäusern werden die Gebühren leicht erhöht und das Busfahren in Osnabrück wird etwas teurer. Ob das Nachteile für die Einzelhändler in der Osnabrücker City hat, hören wir von Marion Scholz:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland (IHK) sorgt sich um die Erreichbarkeit der Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt. Die Erhöhung der Parkgebühren, Busfahrpreise und die Einführung der Umweltzone könnten zu hohe Eintrittsschwellen für die Osnabrücker City sein. Eine Gefahr bestünde im Wettbewerb mit umliegenden Gemeinden oder großen Einkaufszentren am Rande von anderen Städten, den so genannten „Grünen Wiesen“.
Hören wir uns doch mal um. Wie sieht das der Einzelhandel selbst? Peter Konermann der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Einzelhandel Osnabrück blickt den anstehenden Änderungen gelassen entgegen. Die Hälfte des Umsatzes würde durch Kunden erzielt, die außerhalb des Stadtgebietes wohnen und mit dem Auto in die City fahren. Die Erreichbarkeit der Innenstadt per PKW spiele eine wichtige Rolle, so Konermann:
O-Ton Konermann
Im Vorfeld habe es außerdem im Landkreis eine große Kampagne gegeben. Die habe die Bürger auf die Umweltplakette aufmerksam gemacht und erleichtert, sie sich zu besorgen. Die Einführung der Umweltzone sei hinreichend bekannt, so dass dies kein Problem für die innerstädtischen Geschäfte sei. Ähnlich entspannt sieht Oliver Mix, Geschäftsführer der Osnabrück-Marketing und Tourismus Gesellschaft (OMT) die Einführung der Umweltzone:
O-Ton Mix
…und von Bremen habe Osnabrück viel übernehmen können, was den Start der Umweltzone erleichtere. Wie sieht es bezüglich höherer Parkgebühren aus? Ab Anfang Januar wird man in einigen Parkhäusern der Stadt 50 Cent mehr für die erste Stunde zahlen müssen. Damit wird der Tarif an andere Parkhäuser der Stadt angeglichen. Ingo Hoppe, Geschäftsführer der Osnabrücker Parkstätten Gesellschaft (OPG) glaubt, dass die Tariferhöhung keinen großen Einfluss auf die Parkgewohnheiten habe. So seien die Parkgebühren im Vergleich zu Oldenburg, Münster und Bielefeld moderat und acht, neun Jahre zuvor gar nicht erhöht worden.
Bleiben noch die möglichen Auswirkungen der Busfahrpreise auf den Einzelhandel. Der Preis für Einzelfahrscheine steigt ab Januar von 1,90 Euro auf 2,- Euro pro Fahrt. Dazu Katrin Hofmann von der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS):
O-Ton Hofmann
Der konstante Preis für Dauerkarten wie das Umweltabo sichere außerdem, dass regelmäßige Busfahrgäste nicht auf ihren Einkaufsbummel in der Innenstadt verzichten werden.
Es sieht ganz so aus, dass der Osnabrücker Einzelhandel im Zentrum keine verkehrsbedingten Besuchereinbußen haben wird. Wie es dann tatsächlich im neuen Jahr sein wird, bleibt letztlich abzuwarten. Das war ein Beitrag von Marion Scholz.












Sag deine Meinung!