Osnabrücker Hafen im Winter

Der strenge Winter sorgt dafür, dass im Straßenverkehr alles einen Gang langsamer geht. Auch die Wasserstraßen sind betroffen. Der Hafen Osnabrück und der Stichkanal sind zugefroren und der Mittellandkanal ist seit letzter Woche Mittwoch (27.01.) komplett gesperrt. Marion Scholz war für uns am Osnabrücker Hafen und hat sich für uns umgeschaut. Dort hat sie Gerhard Baumann, den Leiter für Hafen und Güterverkehr der Stadtwerke Osnabrück getroffen:
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O-Ton Baumann
So etwas gibt es nur selten. Der Schifffahrtsverkehr liegt lahm am Osnabrücker Hafen. Den ansässigen Firmen fehlt somit ein Verkehrsweg zum Transport und Umschlag für ihre Güter. Das ist zum Glück nicht so tragisch. Denn die Firmen nutzen schließlich nicht nur allein den Weg über’s Wasser. Die Hälfte aller am Hafen umgeschlagenen Güter wird mit der Bahn transportiert. Gerhard Baumann, Leiter für Hafen und Güterverkehr der Stadtwerke Osnabrück weiß, warum der Weg über’s Schienennetz selbst bei strengen Minusgraden unproblematisch ist:
O-Ton Baumann II
Die Firmen am Hafen haben also einen Gleisanschluss. Für Mineralöltransporte stehen zwei Kesselwagenladestationen der Firma ÖTAG und Petrotank zur Verfügung. Und dann gibt es ja noch das Straßennetz. Der Papierhersteller Ahlstrom beispielsweise lässt Zellstoff momentan per Laster anliefern. Das führt zwar zu geänderten Schichten der Mitarbeiter, ist aber immer noch besser als Kurzarbeit oder Zwangsurlaub. Gerhard Baumann sieht die Lage am Osnabrücker Hafen entspannt:
O-Ton Baumann III
Die Unternehmen planen zudem vorausschauend. Der Natursteinimporteur Bergschneider zum Beispiel legt große Vorräte an Sand und Kies an. So geht er auf Nummer sicher, dass er seine Kunden beliefern kann. Auch dann, wenn der Zuliefererweg über’s Wasser vereist ist.
…und der Weg über den Stich- und Mittellandkanal wird noch die nächsten ein-zwei Wochen versperrt sein, wenn wir den Meteorologen glauben schenken. Der Hafen Osnabrück hat übrigens eine große Bedeutung für die Region. Jährlich werden dort rund 1,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das war ein Beitrag von Marion Scholz.












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