Soja-Anbau in Norddeutschland

Der Trend zur gesunden Ernährung mit natürlichen, unveränderten Lebensmitteln hält an. Deshalb laufen sogar Versuche, die Sojapflanze in unserer Region heimisch zu machen. Obwohl sie hauptsächlich in südlichen Staaten und tropischen Ländern kultiviert wird. Wolfgang Rakers ist der Soja-Sache auf den Grund gegangen.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. Zwei Drittel der Soja-Weltproduktion stammen aus den USA, Brasilien und Argentinien. In vielen Ländern der Erde ist Soja als Ernährungs-Grundlage für Mensch und Tier nicht mehr wegzudenken. Dabei wird der überwiegende Teil zu Tierfutter verarbeitet. Doch immer mehr Produkte aus Speisesoja kommen auch auf den deutschen Markt: Tofu als Fleisch-Ersatz, Sojamilch, Soja-Käse und sogar Soja-Cracker. Genau um diesen Trend geht es Prof. Dr. Dieter Trautz von der Fachhochschule Osnabrück:
(O-Ton Teil 1, 24 sec.)
Es geht also um hochwertiges, nicht genmanipuliertes Soja. Denn mit gentechnisch veränderter Ware überschwemmen vor allem die USA und Argentinien den Weltmarkt. Damit wollen und sollen die Ökobauern nicht konkurrieren. Deshalb läuft auf dem ökologischen Versuchsbetrieb der Fachhochschule seit einem Jahr ein erfolgversprechender Versuch. Er testet das. Wachstum verschiedener Sojabohnensorten unter norddeutschen Klima-Bedingungen. Prof. Trautz erläutert das Ziel der Forschungen:
(O-Ton Teil 2, 27 sec.)
Die eigentlichen Herausforderungen für den hiesigen Soja-Anbau liegen zum einen bei der Unkrautbekämpfung, zum anderen bei den relativ niedrigen Temperaturen. Die Unkrautregulierung muss vorläufig noch per Hand durchgeführt werden und so früh wie möglich stattfinden. Für das Temperatur-Problem gibt es bereits Lösungs-Ansätze:
(O-Ton Teil 3, 25 sec.)
Weil viele Öko-Landwirte bereit Interesse gezeigt haben, darf neben den anbautechnischen Entwicklungen der wirtschaftliche Gesichtspunkt nicht aus den Augen verloren werden. Doch angesichts der Anbau- und Erntemengen, die zu erwarten sind, dürfte norddeutsches Soja wohl nur eine Marktnische ausfüllen.
(O-Ton Teil 4, 25 sec.)
Die Vorteile des Soja-Anbaus in Deutschland bringen also den einheimischen Landwirten die Möglichkeit für ein zusätzliches Einkommen. Zugleich vergrößert er die Vielfalt der anbaubaren Feldfrüchte. Und er erspart zum Teil einen tausende Kilometer langen, klimaschädlichen Transportweg.
Wolfgang Rakers brachte einen Bericht über die Chancen des Soja-Anbaus in Norddeutschland. Er zeigt auf, dass der voraussichtliche Klimawechsel für die Agrarwirtschaft nicht nur Nachteile bringt, sondern auch Chancen bietet.












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