Suizid Fortbildung

Selbstmord- Ein Thema, das nicht zuletzt seit dem tragischen Freitod von Robert Enke immer mehr in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Der Landkreis Osnabrück bietet kommenden Dienstag (2. März 2010) eine Fortbildungsveranstaltung zu Fragen des Suizids an. Catarina Schmidt informiert:
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Wir alle haben sicherlich noch die Schlagzeile vor Augen: „Robert Enke hat sich vor einen Zug geworfen.“ Der Fall Enke ist nur einer von etwa 12.000 in Deutschland, dazu kommt die Dunkelziffer. Erschreckend: Durch Suizid sterben mehr Menschen als durch Verkehrs- und Drogenunfälle zusammen. Grund genug für den Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt eine spezielle Fortbildung zum Thema Suizid anzubieten. Referent ist Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf, Spezialist auf dem Gebiet der Suizidalitäts- Forschung. Inhalte werden neben Vorsorge und Statistiken auch Einzelfallbeispiele sein. Zum genauen Inhalt der Fortbildung Dr. Werner Wahnsiedler, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes Osnabrück:
O-Ton 1:
Jeder Suizid hat unterschiedliche persönliche Hintergründe. Der Psychologe unterscheidet dabei zwischen Krise und Krankheit. Ein Suizid kann also Folge einer persönlichen Krise sein, jedoch auch die einer psychischen Krankheit. Auch das Erkennen und Vorbeugen eines möglichen Suizides soll Thema des Vortrages sein. Denn oftmals gibt es Anzeichen für einen möglichen Selbstmord. Wie diese zu erkennen sind, das beschreibt Dr. Wahnsiedler:
O-Ton 2:
Man ist also auf das angewiesen was man an einem Menschen beobachten kann. Das tückische an der Krankheit: Bei vielen Gefährdeten ist zunächst eine Verbesserung festzustellen. Die Verbesserung ist jedoch darauf zurückzuführen, dass der Betroffene bereits den Entschluss gefasst hat, Selbstmord zu begehen. So geschehen auch bei Robert Enke. Betroffene geben sich fröhlich und zufrieden, obwohl ihr Selbstmord im Kopf schon beschlossene Sache ist. Wie Betroffene und auch Angehörige mit der Sache umgehen sollten und wo Hilfe zu finden ist, erzählt Dr. Wahnsiedler:
O-Ton 3:
Die Fortbildung richtet sich übrigens nicht nur an Fachleute, sondern auch an Interessierte. Wen das Thema anspricht und gerne an der Fortbildung teilnehmen möchte, der kann sich beim Sozialpsychiatrischen Dienst anmelden.
Wer sich für das sensible Thema Suizid interessiert und sich in dem Bereich fortbilden möchte, der kann sich per E-Mail unter petra.kruse@lkos.de anmelden.












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