Sexueller Missbrauch im Bistum Osnabrück

In Osnabrück kam es seit 2002 zu insgesamt fünf Missbrauchsvorwürfen gegen das Bistum Osnabrück. In allen Fällen waren Priester beteiligt. In drei Fällen konnte allerdings kein Tatnachweis erbracht werden. In den übrigen Fällen wurde eine gerichtliche Geldauflage verordnet. Kim Krall mit den Einzelheiten.
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Es handelte sich laut Aussage um keine „schweren Vergehen“. Das behauptet zumindest ein pensionierter Staatsanwalt, der im Dienst der Kirche Teil eines Arbeitsstabes zum Thema Missbrauch ist.
Der Generalvikar des Bistums Osnabrück setzt sich seit längerem für einen offenen und transparenten Umgang mit dem Thema Missbrauch ein. Theo Paul betont in diesem Zusammenhang eine engagierte Auseinandersetzung mit der Problematik.
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Um Opfern einen Ansprechpartner zu bieten, hat das Bistum Osnabrück bereits 2002 eine Kommission eingerichtet, die sich dem Thema Missbrauch widmet. Osnabrück nimmt hier durchaus eine Vorreiter Rolle ein, so Theo Paul:
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Der Arbeitsstab besteht aus einer Frauenärztin, einem Sozialarbeiter, einem Psychologen und Juristen. Opfer bekommen so die Möglichkeit Missbrauchsvorwürfe auszusprechen. Liegt ein konkreter Verdachtsfall vor, rät die Kommission den Opfern sich direkt an die Staatsanwaltschaft zu wenden.
Auf die Frage nach dem Umgang mit den Tätern versicherte Theo Paul eine strikte Linie zu fahren. Täter würden nicht mehr im pastoralen Dienst tätig sein können. Außerdem werden Therapieauflagen angeboten. Ob ein Priester sich aber tatsächlich in eine Therapie begeben möchte, bleibt seine eigene Entscheidung.
Außerdem setzt der Generalvikar auf Prävention. Schon in der Ausbildung soll ein offensiver Umgang mit dem Thema dem Problem vorbeugen. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen soll Missbrauch zum Thema gemacht werden.
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Der Generalvikar Paul räumte aber auch ein, dass vor 20 Jahren seitens der Jesuiten das Thema Missbrauch keinen korrekten Umgang erfahren hat.
Das war Kim Krall mit einem Bericht über die Stellungnahme des Generalvikars Theo Paul zu Missbrauchsvorwürfen innerhalb des Bistums Osnabrück. Ein sensibles Thema, das aktuell stark am Image der katholischen Kirche kratzt und das ohnehin beschädigte Vertrauensverhältnis zwischen den Menschen und der Kirche belastet.












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