Premiere Probebühne Horvath

Eine düstere Geschichte mit groteskem Humor erzählen- das steht im Mittelpunkt des Theaterstücks: „Glaube-Liebe-Hoffnung“. Ödön von Horvath schrieb es 1932, und seitdem wurde es viel gespielt. Auch die Probebühne hat sich das Werk vorgenommen. Die Inszenierung von Reinhard Duhme hatte am Freitag (5.3.) Premiere. Andreas Menke war dabei:
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O-Ton 1- Anfang
Diese drei wichtigen Aspekte des Lebens, sind zugleich der Titel, der – wie es im Untertitel heißt- „kleinen Komödie mit tragischem Ausgang“. In dem Bühnenwerk geht es um Elisabeth, eine Frau mit Geldnöten. Sie kommt auf die Idee ihren Körper schon zu Lebzeiten an ein anatomisches Institut zu verkaufen, um sich mit dem Geld selbständig zu machen. Da das Institut aber keine lebendigen Toten kauft, leiht sie sich das Geld von einem Mitarbeiter des Instituts. Sie gerät dann bald in einen Strudel von Illegalität, Gefängnisstrafen und eine unglückliche Liebe….. Am Ende begeht sie dann Selbstmord.
Horvath kleidet die Geschichte in eine absurde, ironische Sprache, die eine schaurig schöne Groteske entstehen lässt. Das wird z.B. daran deutlich, wenn sich Elisabeth und ihr Liebhaber, der Polizist Alfons, über die Ungerechtigkeit der Zeit unterhalten:
O-Ton 2 – weniger ungerecht
Regisseur Reinhard Duhme verwendet einige Kunstgriffe, die das Stück zu einem höchst modernen Bühnenstück werden lassen. Die Zeitebene ist aufgelöst, es spielt in der Jetzt-Zeit, manchmal in der nahen Vergangenheit, manchmal eben auch in der früheren Vergangenheit. Durch diese Zeitebenen, macht er die Aufführung zeitlos, das Stück ist zu jeder Zeit aktuell.
Außerdem benutzt er die Bühnenanweisungen Horvaths um daraus eine Figur zu entwickeln, die gewissermaßen undefinierbar, eine Art Spielleiter ist. Reinhard Duhme:
O-Ton 3 – Duhme
Weiterhin hat Duhme durch die Verwendung von verschiedenen Fassungen des Stücks der Inszenierung ihre eigene Ausprägung verliehen.
Die Elisabeth, wird von Claudia Hengelbrock authentisch dargestellt. Besonders in der Abschlussszene, wo sie stirbt, bekommt die Rolle eine leidenschaftliche Ausprägung. Vielleicht liegt das an der Bedeutung, die sie dem Stück beimisst:
O-Ton 4 – Hengelbrock
Das Bühnenbild kommt mit einer sympathischen Schlichtheit daher. Im Hintergrund sind drei bewegliche Wandtafeln in den Farben Rot, Grün und Blau, die symbolisch stehen für Glaube, Liebe und Hoffnung, jene Elemente, die dem Stück seinen Titel gaben.
O-Ton 5 – Glaube, Liebe Hoffnung
Soweit Andreas Menke mit einem Bericht über die gelungene Premiere von Horvaths: „Glaube ,Liebe, Hoffnung“ an der Probebühne in Osnabrück. Weiter Aufführungen gibt es am kommenden Freitag, den 12.3. und am 9.,16.,23. und 30 April. Karten gibt es wie immer in der Tourist- Information in der Bierstrasse.












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