Übernachtungszahlen auf Berg- und Talfahrt

Wolfgang Rakers

Das Resultat  war zu erwarten und deshalb keine böse Überraschung: Im letzten Jahr ging die Zahl der Übernachtungen in Osnabrück um rund 5 % zurück. Trotzdem kann sich die Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen durchaus sehen lassen. Warum, hat Wolfgang Rakers herausgefunden.

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Weniger ausländische Geschäftsreisende – das ist eine Ursache für den Rückgang der Übernachtungszahlen. Dazu kam der Abzug der britischen Soldaten samt Familien, der die Zahl der englischen Besucher fast halbiert hat. Dafür kamen mehr Niederländer als je zuvor. Die Übernachtungszahl von deutschen Besuchern ist nahezu stabil geblieben. Die Ursache dafür nennt der Geschäfts-führer der Marketing- und Tourimus GmbH, Oliver Mix:

(O-Ton Teil 1, 22 sec.)

Warum gerade so viele Niederländer sich von Osnabrück angezogen fühlen,  führt Oliver Mix auf zwei Faktoren zurück. Seiner Ansicht nach bilden sie eine gelungene Mischung:

(O-Ton Teil 2, 21 sec.)

Denkt Oliver Mix an das Varusjahr zurück, gerät er regelrecht ins Schwärmen:

(O-Ton Teil 3, 26 sec.)

Der Name Osnabrück hat also im Tourismus über die Grenzen hinweg einen guten Klang. Genauer gesagt, einen Dreiklang. Wie der sich zusammensetzt, liegt praktisch auf der Hand:

(O-Ton Teil 4, 18 sec.)

Wie geht es nun in diesem Jahr weiter? Ohne gezielte Maßnahmen lässt sich   die Zahl der Übernachtungen nicht ohne Weiteres steigern. Mit einer punkt-genauen Marketing-Offensive soll Osnabrück als festes Reiseziel im Bewusstsein der Touristen verankert werden.

(O-Ton Teil 5, 25 sec.)

Ob die angepeilten Ziele für das laufende Jahr erreicht werden, ist noch ungewiss. Die beiden Säulen eines möglichen Erfolgs sind die ausländischen Geschäftsreisenden und die Touristen. Wer am Schluss die Nase vorn hat, kann und will Oliver Mix noch nicht prophezeien:

(O-Ton Teil 6, 15 sec.)

Bei der Rückschau auf 2009 fällt ein Wermutstropfen in den Kelch des Hotel-und Gastronomiegewerbes. Die benachbarte Friedensstadt Münster hat im vergangenen Jahr einen  Zuwachs bei Übernachtungen erzielt. Aber – so tröstet sich Mix – schließlich hätten die Münsteraner auch einen Vorsprung von 20 – 25 Jahren beim Tourismus. Und der zahle sich eben aus.

Seine vielseitige Attraktivität hat Osnabrück vor einem Absturz der Über-nachtungszahlen bewahrt. Die Verluste durch den endgültigen Abzug der britischen Garnison, die Einbrüche durch die Wirtschaftskrise  wurden  weitgehend aufgefangen. Die Perspektiven für das laufende Jahr sind nicht ungünstig. Vor allem, wenn man sie mit der Situation anderer Städte vergleicht.

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