Verschlechterung des Eltern-Kind-Verhältnisses bei hohem Fernsehkonsum der Kinder

Redaktion am 10. März 2010 - Keine Kommentare

Was passiert, wenn Jugendliche zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen?  Der Medienkonsum von Jugendlichen hat in den vergangenen sechs Jahren rasant zugenommen. Laut einer amerikanischen Studie sitzen achtjährige Kinder  mehr als 28 Stunden pro Woche vor dem Fernseher. Neue  Ergebnisse zeigen jetzt, wie sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ändert, wenn die Kinder zu viel fernsehen. Eva Nolte hat sich genauer informiert:

Verschlechterung fertig_0Amerikanische Forscher haben sich der Frage gestellt: Wie wirkt sich zunehmender Fernsehkonsum bei Kindern aus? Nachdem sie 3000 Kinder befragt  haben, kommen sie jetzt zu dem Schluß:  Bei erhöhtem Fernsehkonsum verschlechtert  sich die Eltern – Kind – Beziehung mit jeder begonnenen Stunde vor der Röhre.

Es zeigt sich, dass die Kinder ihre Eltern in der Zeit vor dem Bildschirm nicht wahrnehmen. Fernsehzeit heißt für sie, dass sich die Eltern nicht um sie kümmern. Zunehmende Distanz ist die Folge.

Die Gründe, warum Kinder viel fernsehen, sind vielfältig. Aber es ist unbestritten, dass Eltern zum Teil den Fernseher als „Babysitter“ nutzen. Unbeaufsichtigtes Fernsehen jedoch verstärkt das Gefühl der Entfremdung, wie der Fachjugenddienstleiter der Stadt Osnabrück Stefan Ottmann weiß:

O – Ton

Das Gefühl der Vernachlässigung ist nur einer der Nachteile, denen unbeaufsichtigte  Kinder ausgesetzt sind. Der Ansturm der bunten Medienwelt stört oftmals auch den Realitätsbezug der Kinder. Stefan Ottmann skizziert das Problem folgendermaßen:

O – Ton

Das beaufsichtigte Fernsehen ist also ein wichtiger Faktor der guten Eltern– Kind – Beziehung. Aber was können Eltern tun, um das Verhältnis zu ihren Kindern noch weiter zu stabilisieren?

O – Ton

Vermutlich wird die Debatte über den Fernsehkonsum von Kindern noch lange anhalten. Deutlich geworden ist aber, dass Eltern selbst viel dafür tun können, dass die Zeit vor der Mattscheibe zu einem gemeinsamen Erlebnis wird.

Eva Nolte präsentierte neue Erkenntnisse der Jugendforschung aus Amerika. Der Fernseher kann ruhig einen Platz im Familienleben einnehmen – er darf nur nicht zum Ersatz für gemeinsame Aktivitäten werden.



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