Volksbegehren für gute Schulen

Marion Scholz am 11. März 2010 - Keine Kommentare
Marion Scholz

Viele Eltern, aber auch Schüler und Lehrer in Niedersachsen, beklagen die Bildungssituation – und es werden immer mehr. Daher wurde aus einer Elterninitiative heraus, das niedersächsische „Volksbegehren für gute Schulen“ ins Leben gerufen. Auch in Osnabrück gibt es aktive Eltern, die sich für eine bessere Bildung ihrer Kinder stark machen und Unterschriften sammeln. (Vom 09.03 bis 13.03.: Diese Woche sind sie auf allen Wochenmärkten präsent, um über das Volksbegehren zu informieren.) Marion Scholz berichtet:

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Allein um das Volksbegehren für gute Schulen starten zu dürfen, bedurfte es 30.000 Unterschriften aus ganz Niedersachsen – das Ziel wurde locker erreicht. Matthias Mählmann setzt sich in Osnabrück für das Volksbegehren ein. Er nennt die drei Forderungen der Initiative:

O-Ton Mählmann I

Unterstützung bekommt die Initiative vom Stadtelternrat Osnabrück, von den Gewerkschaften, der SPD und den Grünen. Aber auch aus den Reihen der CDU gibt es Politiker, die bereits auf der Liste unterschrieben haben, so Matthias Mählmann. Er hält Änderungen für dringend notwendig. Und das nicht erst seit dem Schuljahr 2006/2007, als das so genannte Turbo-Abi eingeführt worden ist:

O-Ton Mählmann II

Vor allem Schüler der Klassen 7 bis 9 seien belastet, weil sie Stoff lernen müssen, der normalerweise erst später dran sei. Angebote wie Arbeitsgemeinschaften blieben auf der Strecke, weil der Stundenplan zu voll gepackt sei. Das kann unter Umständen geändert werden: Jeder wahlberechtigte Bürger in Niedersachsen kann auf speziellen Listen unterschreiben, um die Bürgerinitiative zu unterstützen:

O-Ton Mählmann III

Matthias Mählmann hofft natürlich, dass es nicht soweit kommen muss. Schließlich steht es in unserem Grundgesetz: „Alle Macht geht vom Volke aus“. Und ob die Bürger von diesem Recht Gebrauch machen, hängt letztlich von jedem Einzelnen ab.

Aber das Volksbegehren ist auch flexibel: Es will Schülern, die aus freien Stücken das Abitur nach 12 Jahren machen wollen, dies weiterhin ermöglichen. Die Entscheidung darüber soll auf unbürokratischem Wege von den Schulen und Eltern getroffen werden.

Das war ein Beitrag von Marion Scholz über das Niedersächsische Volksbegehren für gute Schulen. Kommenden Samstag (13.03.) ist die Initiative mit einem Infostand auf dem Osnabrücker Nikolaiort. Am 8. Mai ist ein landesweiter Aktionstag geplant. Näheres erfahren Sie im Internet auf www.KeinTurboAbi.de.


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