Kreissaal VfL

Millionen von Fans bevölkern Woche für Woche die Stadien, versammeln sich in den Kneipen oder zittern vor dem eigenen Fernsehapparat für ihre Mannschaft. Bei vielen geht die Liebe zum Rasensport soweit, dass man anschließend in der Klubeigenen Bettwäsche träumt, den Morgenkaffee aus dem Fussballbecher geniest oder gar die Mannschaftsfarben auf dem Leib trägt. Wem das noch reicht, der kann beispielsweise seinen Nachwuchs in Deutschlands ersten Fussball-Kreissaal auf die Welt schicken. Wo es diesen gibt, natürlich hier vor Ort, im Klinikum Osnabrück. Silke Grob testete den lila-weißen Geburtsraum.
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O-TON Lied 1
Kein Sport hat so viele Anhänger weltweit und sorgt derart für Emotionen, wie das Spiel auf dem grünen Rasen. Nicht wenige Ballfreunde nehmen die Liebe zum Klub derart ernst, dass abgesehen von den üblichen Fanartikeln, der Sport längst ins alltägliche Leben Einzug nahm. Mit Hilfe des Fussballgottes wird geliebt, geheiratet, gestorben und geboren.
So leisten sich die Fans vom FC Schalke 04 eine hauseigene Kapelle. Beim HSV führt die Liebe zum Verein gar über den Tod hinaus. Im Jahre 2008 wurde direkt hinter der Westtribüne der Norbankarena, Deutschlands erster Bundesligafriedhof eröffnet. Doch wie steht’s mit der frühen Nachwuchsarbeit in Sachen Fananbindung? Hier sind die Lila-Weissen, der VFL Osnabrück federführend! Denn im Klinikum Osnabrück entstand bereits vor sechs Jahren, Deutschlands erster Fussballkreissaal. Wie der lila – weiße Geburtsraum entstand berichtet, Yves Garnier, Direktor der Frauenklinik, des Osnabrücker Klinikums.
O-TonGarnier (40 Sek.)
Im Juli 2004 begann die Kooperation des Klinikums mit dem VFL Osnabrück. Inzwischen erblickten seit der Eröffnung mehr als 760 der „elf Freunde“ das Licht der Welt. Doch was ist neben dem freudigen Ereignis, das Besondere am Lila-Weissen Kreissaal. Yvonne Lehnfeld Medienbeauftragte des Klubs weiß mehr darüber.
O-Ton Lehnfeld (21 Sek.)
Dezent in Fliederfarben getüncht, empfängt der „Kreissaal Vier“, den Besucher. Aufgemalte Fußbälle schmücken die Wände und über dem Kreissaalbett thront das Wappen des VFL. Ob sich die Aura des Raumes, auf den späteren Berufswunsch der neuen Erdenbewohner auswirkt, bleibt abzuwarten. Doch die Frauen der VFL-Profis nutzen das Karma dennoch. So kam es am 13ten Februar gar zu einer sportlichen Doppelentbindung. Um 15.09 Uhr erblickte der erste Sohn von VFL-Abwehrchef Angelo Barletta und seiner Lebensgefährtin Helen Tesfai das Licht des Klinikums. Bei einem Besuch klärt Helen über die Namensgebung ihres Sohnes auf.
O-Ton Sohn des Löwen (16 Sek.)
Zum gleichen Zeitpunkt lag die Frau des früheren VFL-Kickers Addy-Waku Menga in den Wehen und so musste eine Einigung her. Der Gynäkologe Yves Garnier erinnert sich schmunzelnd.
O-Ton Garnier (33 Sek.)
Und was meinen die werdenden Eltern? Beflügelt die Atmosphäre beim Kämpfen und Schreien unter der Geburt? Und ist anschließend klar, was Sie oder Er für eine Sportart bevorzugen? Eine Gebärende vor Ort gibt Auskunft.
O-TonKreissaal 2 (6Sek.)
Und der zukünftige Papa, automatisch ein VFL-Fan?
O-TonKreissaal 5 (19 Sek.)
Am frühen Nachmittag des 7ten April kam Jonas zur Welt. Ihm und seinen Eltern viel Glück und wer weiß, vielleicht singt und spielt auch er ja eines Tages…
Sicher inspiriert die bevorstehende Weltmeisterschaft umso mehr zur Entbindung im Fussballkreissaal des Osnabrücker Klinikums. Also frühzeitig vor Ort sein.












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