Zivildienst – was nun?

Die Bundesregierung hatte im Frühjahr beschlossen, den Zivildienst zu verkürzen – von neun auf sechs Monate. Das hat die sozialen Einrichtungen vor große Probleme gestellt – wie sollen sie den Übergang organisieren, ohne dass sich Lücken in der Versorgung auftun? Und nun legt die Regierung noch einmal nach: Vielleicht werden Wehr- und Zivildienst bald ganz abgeschafft. Die Caritas aber warnt vor einem zu schnellen Aus für den Zivildienst. ….. mit mehr:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. Schon jetzt ist die Lage unübersichtlich. Wer ab 1. Dezember seinen Zivildienst antritt, muss nur noch sechs Monate ableisten – er kann aber freiwillig verlängern. Unverbindlich. Das heißt: Es besteht keine Planungssicherheit bei den Zivistellen. Und da sich die Dienstzeiten des scheidenden Zivis und des Nachfolgers höchstens drei Monate überlappen dürfen, können die Einrichtungen nur begrenzt auf die Situation reagieren. Die Leiterin der Verwaltungsstelle Zivildienst beim Caritasverband Osnabrück, Petra Goth.
O-Ton 1
Auch die Arbeit der Zivis leidet unter der Verkürzung, sagt Goth:
O-Ton 2
Sollte der Zivildienst am Ende ganz wegfallen, werden viele Zusatzdienste der sozialen Einrichtungen nicht mehr zu leisten sein: Bringdienste, Essen auf Rädern, pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
O-Ton 3
Eine Möglichkeit wäre, die Freiwilligendienste auszubauen. Doch auch das bringt Probleme. Zum einen ist die soziale Absicherung ungeklärt – z.B. die Frage, ob das Kindergeld weitergezahlt wird. Und Goth ist sicher, dass sich einerseits deutlich weniger junge Menschen zu freiwilligen Diensten melden, und es andererseits vor allem Frauen sein werden. Das wirft eine interessante Frage auf:
O-Ton 4
Was passiert, wenn der Zivildienst abgeschafft wird. Dieser Frage ist Jule Kaldenhoff nachgegangen.












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