Archäologische Ausgrabungen zur Berufsvorbereitung am Augustaschacht

Marion Scholz am 27. Juli 2010 - Keine Kommentare
Marion Scholz

Um Jugendliche auf die Arbeitswelt vorzubereiten, hat sich die Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte für Jugendliche etwas Besonderes einfallen lassen. In der Gedenkstätte Augustaschacht beteiligen sich Jugendliche an archäologischen Ausgrabungen. Das ist ein praktischer Teil ihrer Berufsvorbereitung und hilft den jungen Menschen, Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu bekommen. Marion Scholz war gestern (am Montag) am Augustaschacht und hat sich ein Bild gemacht. Dort hat sie Detlef Giesker getroffen, den Praxisanleiter der kleinen Gruppe:

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O-Ton Detlef Giesker I:

“In diesem Bereich wo wir graben, gehen wir davon aus, dass hier mal eine Latrine war…“

An diesem Ort mitten im Wald bei Hasbergen, machen zehn Jugendliche archäologische Ausgrabungen. Im Rahmen ihrer Berufsvorbereitung suchen sie eine Woche lang nach Spuren und Resten im ehemaligen Arbeitserziehungslager Ohrbeck. Benjamin ist einer von ihnen und siebt große Erdklumpen durch ein Metallgitter:

O-Ton: Geräusch beim Sieben, Benjamin hat eine Münze gefunden

O-Ton Detlef Giesker II:

„Eine Gruppe trägt jetzt dort hinten, in dem Latrinenbereich, die Erde ab und die kommt in den Schiebkarren. Das laden wir hier ab…“

Detlef Giesker, der Praxisanleiter von der Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte, hilft den jungen Archäologen nicht nur bei den Ausgrabungen. Er unterstützt sie vor allem bei ihrem eigentlichen Ziel:

O-Ton Detlef Giesker III:

„Nette, junge Leute… Müssen halt noch ein bisschen vorbereitet werden auf’s Arbeitsleben. Hier bei den Grabungen speziell wird gelernt, wie…“

Damit alles archäologisch präzise vor sich geht und die Funde geschichtlich korrekt eingeordnet werden, ist Andre Schmalkuche mit im Boot. Er ist Grabungsleiter der Stadt und Landkreisarchäologie Osnabrück:

O-Ton Andre Schmalkuche:

„Wir sind dazu da, Grundkenntnisse zu vermitteln, wie man archäologisch arbeitet. Und wir sind natürlich auch bemüht, eine vernünftige Dokumentation des Ganzen zu machen. Wir haben schon den wissenschaftlichen Anspruch…“

Das ersehnte Ziel der Jugendlichen ist es, einen Ausbildungsplatz zu finden. Auf dem Weg dorthin, lernen sie bei den Ausgrabungen nicht nur technische Geräte und Arbeitsabläufe kennen. Sondern auch soziale Kompetenzen wie Teamgeist und Motivation. Und davon hatten einige der Teilnehmer trotz ungewohnten Regens nach der langen Hitze reichlich. So auch Donavan:

O-Ton Donovan:

„…Du bist so fleißig hier…“

Marion Scholz war gestern (am Montag) bei der Gedenkstätte Augustaschacht. Dort hat sie Jugendliche begleitet, die eine Woche lang im Rahmen ihrer Berufsvorbereitung archäologisch arbeiten. Die Ausgrabungen werden gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, dem Landkreis Osnabrück und der Städtereinigung Holtmeyer. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der Seite der Gedenkstätte.



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