Soll Bundespräsident Christian Wulff seinen Hut nehmen?

Silke Grob am 22. Dezember 2011 - Ein Kommentar
Silke Grob

Der aus Osnabrück stammende Bundespräsident Christian Wulff steht vor allem wegen seines günstigen Privatkredits für einen Hauskauf in Burgwedel in der Kritik. Seit vergangenem Montag (19.12.) haben Pressevertreter Einsicht in die Verträge, die von der Unternehmergattin Edith Geerkens unterzeichnet wurden. In seiner aktuellen Ausgabe berichtete das Wochenmagazin „Der Spiegel“, dass Wulff nun doch mit Egon Geerkens die Modalitäten verhandelt habe, was er zunächst bei seiner schriftlichen Befragung im Jahre 2010 verneint hatte. Zudem bestätigen das auch Wulffs Anwälte. In einem Statement erklärten sie: „Geerkens war aufgrund seines besonderen Sachverstandes und der freundschaftlichen Beziehungen bei der Suche nach einem passenden Haus eingebunden. Die Initiative für den Privat-Kredit sei aber von Edith Geerkens gekommen.“ Unterdessen wurden neue Vorwürfe laut. So hatte der AWD-Gründer” und Freund Christian Wulffs, Carsten Maschmeyer, Zeitungsanzeigen bezahlt, in denen für ein Buch Christian Wulffs mit dem Titel „Besser die Wahrheit“ geworben wurde. Wulff ließ über seine Anwälte verlauten, “er hätte von diesen Zahlungen nichts gewusst.” Die Vorsitzende der „Grünen“ Renate Künast fordert Wulff nun auf, reinen Tisch zu machen. Einen Rücktritt fordert Künast jedoch nicht. Bei den Bürgern büßt der Bundespräsident allerdings immer mehr an Glaubwürdikeit ein. Daher fragten wir auf der Straße, ob der Bundespräsident besser seinen Hut nehmen sollte:

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Auch die kirchlichen Vertreter melden sich inzwischen zu Wort. So meinte der Kölner Kardinal Meisner, wenn er selbst in einer vergleichbaren Lage wäre, “dann müsste ich meinen Hirtenstab abgeben, dann müsste ich resignieren”. An Wulffs Stelle würde er nun erklären: “Ich bin ein armer Sünder, habe versagt.”

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Ein Kommentar »

  • Dreesbach sagt:

    Einen Lügenbaron als Bundespräsident??

    Er sollte endlich verschwinden und ich an seiner Stelle hätte das
    Amt mit so schlechten Wahlergebnissen (erst im 3. Wahlgang!) erst
    gar nicht angenommen.

    Was will er mehr, er bekommt ein sehr hohes Gehalt (ein Leben lang)
    einen PKW mit Fahrer; Büro mit Sekretärin usw.
    Dann kann er evtl. auch seinen Urlaub künftig selbst bezahlen.

    Das Amt “Bundespräsident” sollte man außerdem endlich abschaffen!!

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