Basar-Atmosphäre im Schein der Taschenlampe

Redaktion am 27. April 2012 - Keine Kommentare

Zweimal im Jahr verwandelt sich die Osnabrücker Innenstadt in einen riesigen Flohmarkt. Am nächsten Wochenende (05. und 06. Mai) ist es wieder soweit. Dann können die Osnabrücker auf dem Nachtflohmarkt feilschen, stöbern und Interessantes entdecken. Alina Baar mit einer erhellenden Vorausschau:

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Der Flohmarkt in der Osnabrücker Innenstadt ist für eifrige Schnäppchenjäger und Antiquitätensammler immer wieder ein beliebtes Ereignis. Mit dem Aufbau der Stände wird am Samstag um 20 Uhr begonnen, also eine Stunde vor dem Start des Flohmarktes. Autos dürfen auch erst ab 20 Uhr auf das Flohmarktgelände fahren. Welche Änderungen vorgenommen wurden, erklärt Karin Heinrich, Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung der Stadt Osnabrück:

“Der Nachtflohmarkt beginnt Samstagabend um 21 Uhr und endete bisher sonntags nachmittags um 16 Uhr. Die Erfahrung hat abenr gezeigt, dass die allermeisten Besucher und auch Beschicker tatsächlich den Nachtflohmarkt besuchen wollen. Und auch am Sonntagvormittag herrscht noch reger Betrieb. Aber dann ab spätem Vormittag und spätestens ab Mittag wird es doch sehr viel weniger. Und der Rat der Stadt hat beschlossen, dass dann die Schlusszeit jetzt künftig um 12 Uhr sein soll!”

Eine teure Änderung für die Beschicker ist das erhöhte Standgeld. Wie das nun berechnet wird, erklärt Karin Heinrich:

“Hintergrund war für uns die Erkenntnis, dass wir feststellen mussten, dass immer wieder zahlreiche Großstände bestimmte Flohmarktstände in Anspruch nehmen. Und mit einer Erhöhung der Standgelder wollen wir versuchen zu erreichen, dass sich die Anzahl dieser übergroßen – teilweise mehr als 10 Meter umfassenden Stände verringert. Und die Standflächen dann auch für andere Beschicker zur Verfügung stehen. Deswegen wird die Standgeldregelung für den nächsten Flohmarkt wie folgt aussehen: Bis einen Meter kostet es 10 Euro, für den zweiten bis sechsten Meter 5 Euro je Meter und ab dem siebten Meter dann 20 Euro je laufenden Meter.”

Nun stellen sich viele Flohmarktbeschicker die Frage, ob eine Teilnahme am Flohmarkt und der Verkauf alter Gegenstände überhaupt noch lohnend sind. Karin Heinrich ist davon überzeugt, dass das Standgeld noch annehmbar sei, denn die Erhöhung war erforderlich:

“Das ist ein Beschluss, der – ja, letztlich auch um sozusagen die Kosten zu senken bzw. dann da auch mehr Einnahmen zu haben. Wir können den Flohmarkt nicht kostendeckend betreiben. Das können wir auch damit noch nicht, aber doch vor dem Hintergrund auch der Haushaltslage damit etwas mehr Einnahmen erzielen. Wir wissen aber auch von anderen Flohmärkten, dass dort auch sehr viel höhere Standgelder genommen werden – von daher glaube ich, dass das noch in einem Rahmen ist, der vertretbar ist. Aber wir sind uns schon darüber im Klaren, dass es bei einem Flohmarkt dann irgendwie auch nicht sehr viel teurer werden dürfte!”

Auf dem Flohmarkt dürfen wie gewohnt nur gebrauchte Ware angeboten werden. Nicht gestattet ist der Verkauf von Lebensmitteln oder größeren Gegenständen, die nicht alleine transportiert werden können. Trotz der Änderungen hoffen alle Beteiligten auf reges Treiben, Spaß auf allen Seiten und auf gutes Wetter. Denn der besondere Reiz für die Besucher bleibt. Auf dem Nachtflohmarkt, bewaffnet mit einer Taschenlampe nach Schnäppchen zu stöbern und kleine Schätze zu entdecken.

Vom 05. auf den 06. Mai 2012 können Sie also in der Innenstadt wieder den Osnabrücker Nachtflohmarkt besuchen. Er beginnt am Samstag um 21 Uhr und endet am Sonntag um 12 Uhr. Wir wünschen ein erfolgreiches Handeln!

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