Theater Osnabrück präsentiert Plan für die Spielzeit 2012/13

Redaktion am 15. Mai 2012 - Keine Kommentare

Ein gut gefülltes Programm wurde am Montagvormittag (14.05.12) im Theater am Domhof vorgestellt. Denn da präsentierten die Theatermacher den Spielplan für die kommende Spielzeit 2012/13. Über 200 Seiten hat das Werk, und jede Menge spannende Aufführungen aller Sparten sind geplant. osradio 104,8 war bei der Präsentation vor Ort, und obwohl sich die Kulturredakteure noch immer mühevoll durch das Programm kämpfen, wollen wir ihnen doch das eine oder andere Projekt schon frühzeitig einmal vorstellen:

Neun Monate weilt der aktuelle Intendant Ralf Waldschmidt nun schon in Osnabrück und er fühlt sich pudelwohl.  Sowohl die Kooperation mit der Stadt, als auch die Kontakte mit dem Publikum wären herzlich, war zu Beginn von ihm zu hören:

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“Ich finde Osnabrück ist eine tolle Theaterstadt. Das Publikum diskutiert mit uns. Es empfindet das Theater als sein Theater. Wir haben sehr gute Auslastungszahlen – über 80 Prozent. Das entspricht genau der Auslastung der letzten Spielzeit von Holger Schulze. Das ist ganz toll, dass wir auf diesem Niveau genauso weitermachen konnten. Das heißt, wir haben offensichtlich den richtigen Nerv getroffen. Die Chemie stimmt zwischen Stadt und Theater, und das ist ‘ne tolle Situation!”

Am Montag wurde nun der neue Spielplan für die Spielzeit 2012/13  vorgestellt. Und damit wir hier keine extra Theatersendung aus diesem Beitrag machen, müssen Sie sich leider mit einigen „Rosinen“ begnügen. Beginnen wir mit der Sparte Theater:

Unter der Leitung der neuen Schauspielregisseurin Anette Pullen werden Klassiker wie Shakespeares „Sommernachtstraum“,  „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann oder eben Schillers „Räuber“ inszeniert. Aber es werden auch neue Stoffe auf die Bühne gebracht. So zum Beispiel „Die Winterreise“ der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jellinek, oder der ganz neue Text von Philipp Löher. In dessen Globalisierungsparabel  „Das Ding“ dreht sich alles um eine Baumwollbluse, die um die Welt reist und am Ende zu einem Bio-Shirt wird. Klingt lustig und wird sicher auch lustig werden.  Unter anderem wird zudem der Erfolgsroman von Julia Frank „Die Mittagsfrau“ zur Aufführung kommen.

In der Sparte Tanz wird es nach der erfolgreichen Zeit mit der Niederländerin Nanine Linning eine neue Leitung geben, und auch eine neue Tanz-Compagnie soll entstehen. Die bisherige Leiterin des Bremer Tanztheaters Patricia Stöckemann und der italienische Choreograph Mauro de Candia übernehmen hier das Steuer. Bei ihrer Zusammenstellung der neuen Tanz-Compagnie konnten sie übrigens zwei der Tänzer von Nanine Linnig gewinnen. Die zehn Tänzerinnen und Tänzer kommen aus der ganzen Welt, und Mauro de Candia erklärt uns kurz,  worauf es ihm ankam:

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“Das wird eine Compagnie mit viel Energie sein, weil iauch bin ich ein Choreograph, der Energie und Bewegung braucht auf der Bühne. So – natürlich hab’ ich mir gesucht Leute, das ähnlich diese Richtung gehen kann. Und Deutsche – die Nationalität – man kann lesen oder sehen unterschiedliche Farben und Kulturen.”

Diese unterschiedlichen Kulturen nutzen die Tanztheatermacher beispielsweise in ihrer ersten großen Premiere am Domhof am 16.02.2013 in dem Stück CORPO D’ANIMA, zu deutsch Körper und Seele. Darin untersuchen sie die unterschiedlichen  Weltreligionen im Hinblick auf deren Musik und Bewegung.  Weiterhin will man künftig ganz jungen Tanzchoreographen in Osnabrück die Möglichkeit geben, erste Arbeiten zu inszenieren.

Auch in der Sparte Konzert gab es eine Neubesetzung.  Andreas Hotz heißt der neue Generalmusikdirektor und der kam mit vielen neuen Ideen. Er ist bekennender Verdi-Fan (Guiseppe Verdi ital. Komponist) und wird zu Beginn der neuen Spielzeit (29.09.12) die Antikriegsoper „Die  Macht des Schicksals“ aufführen.

Auch will Mauro de Candia auf drei große Jubiläen eingehen.  Den 50. Todestag von Paul Hindemith, den 200. Geburtstag von Richard Wagner und den 200. Geburtstag von Guiseppe Verdi. Alexander Hotz hat allerdings in Osnabrück eine interessante Lücke aufgetan. So wird es nun zwei neue musikalische Reihen geben. Die so genannten Purzelkonzerte und die Strolchkonzerte. Generalmusikdirektor Alexander Hotz erklärt die geplante Reihe so:

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“Wir fragen uns heutzutage, warum wir es nicht mehr schaffen die Jugendlichen und Kinder ins Konzert herzubekommen. Weil es eben diese Lücke gibt, weil klassische Musik nicht bei allen Kindern zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Um sie zur Selbstverständlichkeit zu machen, fangen wir eben so früh es geht an. Wir haben kleine Konzerte, die eine halbe Stunde dauern, hier im Foyer des Theaters. Die Kinder werden auf Sitzkissen auf dem Boden sitzen, Schreien ist erlaubt, alles ist erlaubt, was Kinder sonst auch tun, aber ständig in Kontakt mit Klängen und Tönen!”

Die Purzelkonzerte sind für Kinder von 0-3 Jahren und die Strolchkonzertreihe für die ab 3 Jahren. Und da stellt sich doch gleich die Frage, was es Neues im  Kindertheater OSKAR geben wird. Für die Zuschauer ab 4 Jahren ist das Stück “Die zweite Prinzessin” gedacht. Da geht es um die Konkurrenz zwischen der ersten und zweiten Prinzessin. Kennt man ja bestimmt unter Geschwistern, nicht wahr!?

Für die kleinen Opernfans wurde “Hexe Hillary geht in die Oper” inszeniert. Für die Teenager (ab 14 Jahren) steht “Clyde und  Bonnie” -  frei nach dem berühmten Film Bonnie und Clyde auf dem Programm.

Doch besser, liebe Hörerinnen und Hörer, Sie besorgen sich selbst den neuen Spielplan. Denn der ist wirklich auch sehr schön anzuschauen mit all seinen vielen witzigen Fotos. Erhältlich ist der Spielplan direkt im Theater oder bei vielen bekannten öffentlichen Einrichtungen. Gleichwohl werden wir Sie immer wieder aktuell über die neuen Stücke unterrichten. Und wir präsentieren Ihnen zudem alle 14 Tage einen Gast aus dem Osnabrücker Theater bei uns im Studio. Und! Jeden Dienstag gibt es in der Sendung “Start klar” Theaterkarten zu gewinnen.



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