Platz 10 beim Nachhaltigkeits-Ranking

Redaktion am 26. Juni 2012 - Keine Kommentare

(Anmoderation:)

Osnabrück belegt Platz 10 der nachhaltigsten Städte Deutschlands. Aber was versteht man darunter? Stephan Haller hat sich mit der Thematik auseinandergesetzt:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Osnabrück ist eine Stadt, in der es sich gut leben lässt. Natürlich wussten wir das auch schon vorher. Eine Studie belegt dies jetzt offiziell. Osnabrück belegt Platz 10 im Nachhaltigkeits-Ranking, das die WirtschaftsWoche über die 50 größten Städte Deutschlands veröffentlicht hat. Nachhaltigkeit bedeutet, dass man Ressourcen nur so stark benutzt, dass man sie im Hinblick auf nachfolgende Generationen nicht verbraucht. Sebastian Matthes ist Redakteur der WirtschaftsWoche und fasst die Studie zusammen:

“Wir haben in dieser Studie nicht nur die Ökoindikatoren wie saubere Luft, Verkehrsdichte und Verbreitung von erneuerbaren Energien untersucht, sondern wir fassen den begriff Nachhaltigkeit ein bisschen breiter. Für uns heißt Nachhaltigkeit eben nicht nur saubere Luft, viel Erholungsflächen in den Städten, sondern auch, wie ist die Stadt auf die Zukunft eingestellt. Also, wird die Stadt auch in den nächsten Jahrzehnten noch ein lebenswerter Ort für ihre Bürger sein, wird es wirtschaftliche Chancen geben, wie sieht es mit sozialen Indikatoren aus?”

Die Studie erfasst den Begriff Nachhaltigkeit so umfangreich, um auch wirklich alle Aspekte zu greifen und am Ende von Nachhaltigkeit sprechen zu können. Osnabrück scheidet in den meisten Punkten der Studie sehr ordentlich ab. Besonders in den Bereichen Bildung, Aufstieg und Integration kann Osnabrück gut punkten. Im Bereich der erneuerbaren Energien gehört Osnabrück mit zur Spitzengruppe. Allerdings erzählt Sebastian Matthes auch von einem negativen Punkt, bei dem Osnabrück auffällt:

“Nicht so toll ist Osnabrück allerdings im Bereich Energieverbrauch. Und dadurch verscherzt sich die Stadt im Grunde auch einen wesentlich besseren Platz. Wenn man sich den Stromverbrauch privater Haushalte anschaut, liegt Osnabrück am zweitschlechtesten dar in der ganzen Untersuchung. Nach Oldenburg ist der Stromverbrauch privater Haushalte in Osnabrück nämlich am höchsten und liegt 20 Prozent höher als der Durchschnitt.”

Wenn wir Osnabrücker allerdings 15 Prozent weniger Strom verbrauchen, würden wir schon Platz 6 der Studie belegen. Erfahrungswerte zeigen, dass durch Aufklärungsarbeit und Information ein großer Effekt im Bereich des Stromverbrauchs erzielt werden kann. So hat Osnabrück die öglichkeit, sich in den nächsten Jahren im Nachhaltigkeits-Ranking noch weiter zu verbessern.

(Abmoderation:)

Für die Zukunft ist geplant, diese Studie zu wiederholen, um zu schauen, was für die Nachhaltigkeit in Deutschlands Großstädten getan wird.

Download

Download

Sag deine Meinung!

Kategorien