Stadtwerke OS präsentieren Jahresabschluss 2011

Michael Baumann

(Anmoderation:)

„Wetten, dass Teamarbeit gewinnt?“ so lautet der Titel des Geschäftsberichtes 2011 der Stadtwerke Osnabrück. Der Titel wurde ganz bewusst so gewählt – war das zurückliegende Jahr doch stark geprägt von der Initiierung und Umsetzung erfolgreicher Teamarbeitsprojekte.

Im Rahmen ihrer grünen Initiative “Kompetenz Umwelt Klima”(kurz  KUK) haben die Stadtwerke Osnabrück jetzt ein weiteres Ziel formuliert, das gestern (26.06.2012) auf der Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde. Stadtwerke Vorstand Stephan Rolfes zu dem ehrgeizigen Vorhaben:

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“Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 80 Prozent des Nahverkehrs elektrisch zu betreiben. Und dann natürlich auch aus regenerativen Quellen heraus das zu betreiben!”

Regenerative Quellen – das bedeutet beispielsweise Strom aus Wind-, Wasser- oder Solarenergie. Denn – und da ist sich Dr. Rolfes sicher – die Preise für fossile Energieträger wie z. B. Erdöl werden bis zum Ende dieses Jahrzehnts noch ernorm ansteigen.  In nicht allzu ferner Zukunft wird die weltweite Nachfrage nach Diesel und Benzin nämlich deutlich höher liegen, als das, was wir produzieren können. Somit ist rechtzeitiges Handeln gefragt, und erste Schritte in die richtige Richtung sind auch bereits getan. Dazu Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke AG:

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Wir haben hier viele Elektroautos, viele Tankstellen. Wir haben hier den ersten Elektrobus, und ich glaube, wir sind bundesrepublikanisch die Stadt, die die größte E-Flotte hat bezogen auf die Einwohnerzahl!”

Und daran gilt es weiter anzuknüpfen. Die Einwohner sollen sich nach Wünschen der Stadtwerke aber nicht nur befördern lassen, sondern den Nahverkehr auch aktiv mitgestalten. Diesbezüglich wurde im April dieses Jahres die Kampagne „Mobilität 2030“ ins Leben gerufen, die allen Bürgerinnen und Bürgern ein Forum für ihre Ideen bietet. Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes gibt ein kleines Beispiel, worüber sich die Osnabrücker so ihre Gedanken machen:

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“Ein Thema ist – wie immer – wie komme ich von einem Stadtteil in den anderen ohne über die Innenstadt zu kommen. Und dann entfaltet sich eine große Diskussion darüber, dass ja 90 Prozent der Leute in die Innenstadt wollen, aber ein paar wollen auch woanders hin. Wie kann man das lösen? In den Diskussionen wird zum Beispiel deutlich, dass die Leute dann selber sagen: Na, ja – so viele, dass man einen Bus dafür braucht, sind es natürlich nicht! Also, wir brauchen andere Formen der Mobilität.”

Diese und ähnliche Fragen werden sich die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger wie auch die Stadtwerke in den kommenden Jahren wohl noch häufiger stellen. Alles für das Ziel eines unabhängigen und sauberen Osnabrücker Nahverkehrs. Dadurch kommt auch dem Titel des Geschäftsberichtes „Wetten, dass Teamarbeit gewinnt?“ eine doppelte Bedeutung zu. Stadtwerke und Bürger als Team vereint. Ob das nun gewollt ist oder nicht, kann jeder für sich entscheiden.

(Abmoderation:)

Auf trockene Zahlen haben wir in diesem Beitrag übrigens bewusst verzichtet. Doch wen es interessiert: Die Stadtwerke haben im Jahr 2011 einen Überschuss von 7,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ganze bei Investitionen von mehr als 51 Millionen Euro. Damit bewegen sie sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.


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