Niedersächsische Literaturtage in Georgsmarienhütte

Redaktion am 14. August 2012 - Keine Kommentare

(Anmoderation:)

Georgsmarienhütte wird im September 2012 zur Literatur-Metropole: Unter dem Motto “Arbeit.Leben.Leidenschaft” richtet die Stadt vom 13. bis zum 16. September die niedersächsischen Literaturtage aus. Mehr als 50 hochkarätige Schriftsteller werden an ungewöhnlichen Orten aus ihren Werken lesen. Die insgesamt 57 Lesungen finden in Werkstätten, Schulen oder Autohäusern statt. Ein spannendes Programm, worüber Louisa Riepe noch einiges mehr berichten kann:

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Vom Roman bis zum Sachbuch erwartet die Besucher bei den niedersächsischen Literaturtagen eine bunte Mischung aller Genres. So liest etwa der bekannte Jugendbuchautor Olaf Büttner aus seinem Roman „Die letzte Party – Filmriss“ oder Heinrich-Stefan Noelke aus seinem Osnabrück-Krimi „Tod an der Hase.“ Viele preisgekrönte Autoren wie Johano Strasser, Imra Török, und Anne Galle beteiligen sich an Podiumsgesprächen. Jutta Sauer, die künstlerische Leiterin des Projekts ist begeistert:

“Und die Auswahl – also, es ist wie ein großes Büffet, wo man jetzt was findet. Und wer das will, der könnte jetzt letztendlich auch von einer Veranstaltung zur anderen gehen. Das Positive ist eben, es kostet eben diesmal nichts. Das sind hochkarätige Veranstaltungen, wo man sonst sehr hohen Eintritt bezahlen müsste.”

Zu den Highlights des Programms zählt sicher auch die literarische Boygroup Fön. Für Ihren Auftritt in Georgsmarienhütte haben die vier preisgekrönten Schriftsteller eigens ein Programm konzipiert. Wer dabei an trockene Lesungen denkt, liegt falsch. Die Besucher erwartet eine Fön-eigene Mischung aus Pop-Konzert, Lyrik und höherem Unfug. Auf diesen „Feierabend“  freut sich auch Organisatorin Jutta Sauer besonders:

“Also, Fön – das sind vier Schriftsteller, alles ausgezeichnete Schriftsteller, mit hohen Preisen dekoriert. Tillmann Ramstedt hat den Ingeborg-Bachmann-Preis. Und sie sind alle gestandene Schriftsteller, die bei großen Verlagen veröffentlichen. Und treffen sich aber hier als Gruppe – als Fön – und das ist, also, – man kann es nicht beschreiben! Das Bild spricht ja auch für sich, hier vor dem alten Kamin die – wie nannten sie sich – Boygroup der Literatur. Mit den Salatköpfen, und genauso ist da Programm. Es ist ungewöhnlich inspirierend, lustig, interessant und trotzdem hochkarätig!”

Wer Lust hatte, konnte zu diesem Literaturfestival auch selbst etwas beisteuern: Die Veranstalter hatten im Vorfeld einen literarischen Wettbewerb ausgeschrieben. Eingereicht wurden 70 Texte von Teilnehmern aller Altersklassen, vom Schulkind bis zum Rentner. Mit Spannung wird nun die Preisverleihung erwartet. Zum Abschluss der Literaturtage wird Georgsmarienhüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann die Preisträger am 16. September im Rathaus küren. Pohlmann erklärt, was sich die Organisatoren von dem Event versprechen:

“Wir versprechen uns davon, dass Literatur bei den Menschen noch eine Spur mehr ankommt, als es normal bei uns ist. Wir haben hier verschiedene Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Literaturwettbewerb der Kunst- und Kulturstiftung alle zwei Jahre ein regelmäßiges Event. Aber in dieser Größe natürlich nicht. Und das jetzt die Literaturtage Niedersachsens zu uns kommen, und vor allem mit diesen einzelnen Veranstaltungen die Literatur zu den Menschen in ganz unterschiedliche Lokalitäten kommen, das ist – glaube ich – ein Highlight, dass die Menschen auch neu Literatur erfahren. Und vielleicht ‘ne ergänzende Bemerkung, – der Wettbewerb mit über 70 Einsendungen spricht eigentlich dafür, dass Menschen auch offensichtlich angesprochen sind von dem Thema!”

(Abmoderation:)

Mehr als 3.000 Besucher waren bei den letzten Literaturtagen in Bückeburg dabei. Ob es in Georgsmarienhütte ebenso viele werden, wird sich beweisen müssen. Vom 13. bis zum 16. September finden dort die aktuellen niedersächsischen Literaturtage statt. Der Eintritt für die Besucher ist kostenfrei! Das ist doch schon mal erfreulich, oder?

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