Aktuell

Michael Baumann am 16 Jan 2014 - Ein Kommentar
Michael Baumann

(Anmoderation:)

Das Osnabrücker Landgericht existiert seit mehr als 100 Jahren, und man könnte eigentlich meinen, es gebe keinen Fall, der hier nicht schon verhandelt worden ist. Aber: Weit gefehlt! Ab morgen verhandelt das Gericht zum ersten Mal seit seinem Bestehen einen Fall von Piraterie … und damit betritt es juristisches Neuland. Michael Baumann hat sich im Vorfeld mit dem Fall beschäftigt, der ab morgen (21.01.2014) ein deutschlandweites Medieninteresse nach sich ziehen wird.

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War er nun Schuhputzer und Frisör oder Pirat und Kidnapper? lesen…

(Anmoderation:)

Die Heilpädagogische Hilfe unterstützt Menschen mit Behinderung bei einer selbstbestimmten Zukunft. Dieses Hauptziel will sie auch im neuen Jahr (2014) möglichst erfolgreich fortsetzen. Tatkräftige Unterstützung erhält die Heilpädagogische Hilfe von ihren Projektpartnern. Drei besondere Projekte wurden jetzt beim Neujahrsempfang vorgestellt. Jens Unnewehr war dabei:

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Heilpädagogische Hilfe OS kündigt neue Partner-Projekte an lesen…

Redaktion am 14 Jan 2014 - Keine Kommentare

Im Juli 2013 sollen ein Mann und eine Frau versucht haben, gemeinsam den Ehemann der Frau umzubringen. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt zurzeit diesen Fall. Erste kleine Überraschung: Die beiden Angeklagten haben den Mordversuch tatsächlich gestanden. Nur das Motiv will keiner benennen. Bei mir im Studio ist nun meine Kollegin Sophie Saemann.

Sophie, der Mordversuch ist offenbar gestanden – warum ist das Motiv nun noch wichtig?

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Die Staatsanwaltschaft hat die Angeklagten nicht nur wegen versuchten, heimtückischen, sondern auch wegen versuchten Mordes aus Habgier angeklagt. Daher wird das Gericht in den weiteren Zeugenvernehmungen herausfinden müssen, ob die beiden Angeklagten nicht doch aus Habgier gehandelt haben. Denn die Lebensversicherung des Opfers hätte 100.000 Euro gebracht. Dazu der Gerichtssprecher Holger Janssen:

“Beide haben nicht in Abrede gestellt, dass das Opfer geschlafen hat zur Tatzeit, sodass vielleicht einiges für die Bejahung eines heimtückischen Tatgeschehens sprechen könnte. Der mitangeklagte Liebhaber hat sich aber darauf berufen, dass er von der Tat Abstand genommen habe, obwohl er den Ehemann noch hätte töten können. Da wird die Kammer dann rechtlich zu prüfen haben, ob es vielleicht von der Tat zurückgetreten sein könnte.”

Das Motiv macht für das Strafmaß keinen Unterschied! Geschah der Mordversuch aus Habgier, oder nicht? lesen…

Redaktion am 14 Jan 2014 - Keine Kommentare

(Anmoderation:)

Das Coming Out von Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat große Wellen geschlagen. Plötzlich ist Homosexualität das Thema der Stunde. Stephan Haller hat geschaut, warum eine so private Angelegenheit so viel Aufmerksamkeit erregt.

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Warum geht die Sexualität eines Menschen eigentlich die ganze Gesellschaft etwas an? Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Outing als schwul einen großen Schritt gewagt. Doch warum muss das sein? Es gab Beifall von vielen Sportlern, Politikern und Künstlern; dabei sollte die Sexualität doch etwas Privates und Selbstverständliches sein. So sieht das auch Daniela Matijevic, Pressesprecherin vom Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen, kurz LSVD:

“Also, normalerweise sollte es ja selbstverständlich sein in unserer heutigen Zeit, dass homosexuelle Menschen einen Platz direkt in der Mitte der Gesellschaft haben. Aber in einem so testosteron-geladenen Profispiel wie dem Fußball ist es leider immer noch nichts Selbstverständliches. Und das Herr Hitzlsperger sich geoutet hat, ist für mich ein großer Schritt, und die Tatsache, dass wir so viel drüber diskutieren und vor allem auch, dass es so wenig aktive Fußballer gibt, die sich dazu bekennen, zeigt, dass dieses Thema wirklich noch sehr weit im Hintergrund steht für viele Profifußballer.”

Es ist halt ein großes Vorurteil, dass Schwule als nicht-männlich gelten und demnach nichts im Profifußball zu suchen haben. Zudem sind Homosexuelle exotisch und entsprechen nicht der gesellschaftlichen Norm. Michael Lauscher vom autonomen Schwulenreferat des AstA der Uni Osnabrück sieht dies auch als großes Problem und ein Stück Lebenswirklichkeit in Deutschland an:

“Es ist halt ein bisschen schade, dass dieser Fußballer erst seine aktive Karriere beenden musste, bevor er sich outen konnte. Was halt auch ein bisschen die Lebenswirklichkeit widerspiegelt, die wir so haben. Und das zeigt sich – meiner Meinung nach – auch in den Reaktionen: Meine Lieblingsreaktion ist die von Frau Merkel, die ihm dazu gratuliert hat, gleichzeitig aber in ihrem Koalitionsvertrag, der ja gerade erst abgeschlossen wurde, die von der SPD geforderte Gleichstellung komplett rausgeschmissen hat.”

So liberal wie sich unsere Gesellschaft demnach immer darstellt, ist sie in dem Punkt also gar nicht. Dabei tut die Gleichstellung Homosexueller ja niemandem weh. Die Stadt Osnabrück geht um einiges offener mit dem Thema Homosexualität um. Das freut besonders Daniela Matijevic vom LSVD:

“Also, ich empfinde die Stadt Osnabrück als sehr liberal und sehr offen. Alleine schon, dass wir bei den Schwulen-Kulturtagen im Mai, bei Gay in May, die Regenbogenflagge am Rathaus hängen haben. Das ist nicht selbstverständlich und wäre wahrscheinlich in sehr, sehr vielen anderen Städten vollkommen undenkbar.”

Wie engstirnig unsere Gesellschaft auf der anderen Seite mit dem Thema Homosexualität umgeht, zeigt aktuell auch eine Debatte in Baden-Württemberg. Dort möchte die Katholische Kirche verhindern, dass im Schulunterricht dieses Thema angesprochen wird! Homosexualität erregt noch immer diverse Gemüter lesen…

Redaktion am 13 Jan 2014 - Keine Kommentare

Rund 80 bis 100 Menschen aus der Pflegebranche haben am Samstagmittag (11. Januar 2014) an der bundesweiten Aktion “Pflege am Boden” teilgenommen. Zusammen bildeten sie vom Nikolaiort bis in die Große Straße eine rund 150 Meter lange Kette aus Menschen, die auf dem Boden lagen. Mit der Aktion sollte auf den Pflegenotstand in vielen Gemeinden und Kommunen aufmerksam gemacht werden. Vor allem von der Großen Koalition fühlen sich viele Pflegekräfte hintergangen, wie Michael Thomsen, freiberuflicher Dozent in der Altenpflege erklärt:

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“Der größte Skandal ist meines Erachtens der, dass von einer SPD vor der Wahl 120.000 zusätzliche Pflegekräfte versprochen werden. Im Koalitionsvertrag dann 45.000 Betreuungskräfte stehen. Die helfen uns nicht viel! Die unterstützen uns zwar, die sind auch gut, aber das ist eine Mogelpackung, und da fühlen wir uns richtig verarscht!”

Mogelpackung – dieses Wort fiel am Samstag noch häufiger. Egal, mit wem wir uns unterhielten, fast alle schimpften auf die Bundesregierung, die ihre Wahlversprechen nicht einhalte. Aber kennen Sie eigentlich den angesprochenen Unterschied zwischen Pflegekraft und Betreuungskraft, der die Gemüter so erhitzt? Gesundheits- und Krankenpfleger Guy Hofmann erklärt ihn für Sie:

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“Pflegekräfte: Dreijährige Ausbildung – Facharbeiter-Niveau! Betreuungskräfte sind in den in den psycho-sozialen Notwendigkeiten zum Beispiel zur Betreuung von Dementen dar, – zum Gespräche führen, Haushaltseinkäufe machen – das ist etwas ganz Anderes! Das ist eine Mogelpackung!”

Jetzt haben wir viel über Politik und politische Querelen gehört und was die Bundesregierung alles versprochen und dann doch nicht gehalten hat. Aber, wie sieht es eigentlich an der Front aus. Direkt vor Ort in den Pflegeheimen? Da ist es schon wesentlich schwieriger, eine Meinung zu bekommen. Viele haben Angst, der Chef hört am Radio zu und erkennt  eventuell die Stimme wieder und das würde anschließend zu noch mehr Ärger führen, wenn der Ein oder Andere offen sagt, was ihm nicht passt am eigenen Arbeitsplatz. Eine Frau hat dann trotzdem den Mut gefasst und die Probleme vor Ort im Altenheim, wo sie arbeitet, zumindest kurz umrissen. Ihren Namen sollten wir aber bitte nicht nennen:

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“Der Druck, die wenige Zeit, alles in Hektik – man kann sich nicht richtig kümmern. Weil einfach zu wenig Leute da sind und nichts richtig gemacht werden kann!”

Probleme vor Ort, Fachkräftemangel, schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Bezahlung und häufig auch fehlende Wertschätzung sind der Grund, warum immer weniger Menschen den Beruf Pflegekraft ausüben wollen – und das in Zeiten des Pflegenotstands. Eine große Herausforderung vor der die große Koalition da steht. Bis die Politik einlenkt oder ein Umdenken einsetzt, wollen die Menschen aus der Pflegebranche auf jeden Fall weiter für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Geplant sind Flashmobs alle zwei Wochen! Und zwar solange, bis sich ihre Situation endlich bessert!!

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