Zeitreise
Gehörlose und sprachgestörte Kinder und Jugendliche brauchen spezielle Schulen, in denen sie unterrichtet werden können. In Osnabrück hatte man darauf bereits im 19. Jahrhundert reagiert. Schon vor über 150 Jahren gab es die erste Taubstummen-Lehranstalt. Etwas jünger ist in Osnabrück die Geschichte der Internate für diese Schülerinnen und Schüler. Erst in den Nachkriegsjahren konnte hier der Bedarf ausreichend gedeckt werden. Vor 50 Jahren machte die Caritas dabei einen entscheidenden Schritt. An der Bramstraße in Haste wurde mit dem Haus St. Raphael ein großzügiges Jugendwohnheim für Gehörlose und Sprachgestörte eröffnet. Christian Felsner mit der Osnabrücker Zeitreise:
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Jugendliche ohne Arbeit und scheinbar ohne Perspektive – das ist kein ausschließliches Problem der heutigen Zeit. Das gab es auch schon vor 50 Jahren, in den so genannten Wirtschaftswunderjahren. Und dass Jugendliche ohne Perspektive schnell auf die schiefe Bahn kommen können, das gab es damals auch schon. In Ibbenbüren stand im Oktober 1960 eine Jugendbande vor dem Richter, deren Anführer in nur drei Monaten satte 22 Straftaten verübt hatte. Nicht nur im Kreis Steinfurt waren die fünf jungen Männer unterwegs gewesen, sondern auch in Osnabrück. Christian Felsner mit der Osnabrücker Zeitreise:
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Ein Unfall mit dem Auto ist ja an sich schon schlimm genug. Aber wenn das Auto dann auch noch nach dem Unfall mitten auf einem Bahnübergang zum Stehen kommt, das ist wohl der absolute Albtraum. Doch genau das passierte vor 50 Jahren zwei Insassen eines Lastzuges in Bohmte. Im Nebel waren sie mit ihrem LKW gegen eine Bahnschranke gekracht, und zu allem Unglück kippte der Laster genau auf dem Bahnübergang um. Doch die beiden Männer hatten Glück im Unglück. Christian Felsner mit der Osnabrücker Zeitreise:
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Über 60 Jahre lang waren britische Streitkräfte in Osnabrück stationiert. Und auch ihre Militärfahrzeuge prägten jahrzehntelang das Bild auf den Straßen in Stadt und Landkreis. Fahrzeuge, die nicht unbedingt für den zivilen Straßenverkehr geeignet sind. So manchem Verkehrsteilnehmer wurde es immer wieder flau im Magen, wenn ihm ein Militärkonvoi ihrer Majestät entgegenkam. Dass solche Ängste scheinbar auch nicht ganz unbegründet waren, zeigte sich vor 50 Jahren bei Ostercappeln. Auf regennasser Straße verlor der Fahrer eines britischen Militärlastwagens die Kontrolle über sein Fahrzeug und begrub einen VW unter sich. Eine Familie aus Bad Essen kam dabei ums Leben. Christian Felsner mit der Osnabrücker Zeitreise:
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Dass unter jugendlichen Straftätern auch Autoknacker sind, ist nichts Ungewöhnliches. Und dass die es oft auf teure und schnelle Sportwagen abgesehen haben, liegt auch auf der Hand. Doch dass jugendliche Autodiebe die gestohlenen Porsches reihenweise auseinandernehmen, um daraus Rennwagen zusammenzubauen, das erlebt man nicht alle Tage. Genau das geschah vor 50 Jahren in Osnabrück. Im Juli 1960 nahm die Polizei eine international tätige Bande von Autodieben fest. Christian Felsner mit der Osnabrücker Zeitreise:
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